Tipp: Märchenwanderweg bei Jesteburg

Die Schönheit der Naur hat sich Theo und Otto noch nicht so richtig erschlossen – es sei denn, es handelt sich um eine große Fläche von schön feuchtem Matsch, in dem man buddeln, wühlen und sich aalen kann. Lange Spaziergänge im Wald erwecken hingegen wenig Begeisterung. Insofern ist das Konzept des Märchenwanderwegs im Klecker Wald, zwischen Jesteburg und Bendestorf, ideal für uns: Am Wegesrand wird anhand von geschnitzten Figuren ein Märchen erzählt. Das Ergebnis: Plötzlich laufen die Kleinen vorne weg, um so schnell wie möglich zu erfahren, wie es weiter geht. 

(von Johanna)

Große Aufregung im Dorf der Zwerge, Kobolde und Elfen: Der gemeinsame Zauberstab wurde zerstört und jetzt verdächtigt jeder jeden, dieses Verbrechen verübt zu haben. Drei Freunde – Pinki die Elfe, Zipfel der Zwerg und Keril der Kobold – wollen wieder für Frieden sorgen und machen sich auf, einen neuen Zauberstab herzustellen. Auf ihrer Suche nach den dafür benötigten Zutaten begegnen sie den unterschiedlichsten Bewohnern des Waldes und müssen jede Menge Rätsel lösen, bevor es ihnen gelingt, ihre Mission zu erfüllen. Dabei erfahren sie auch, wer für das ganze Unglück verantwortlich ist: Der fiese Trickser.

„Der Trickser“, das ist auch der Titel der Geschichte, die auf dem Märchenwanderweg im Klecker Wald, zwischen Jesteburg und Bendestorf,  umgesetzt wurde. Ausgedacht und geschrieben wurde das Märchen übrigens von einer 6. Klasse der Realschule Neu Wulmsdorf.

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Das Konzept des Märchenwanderwegs ist echt klasse: Die Geschichte vom „Trickser“ wird auf dem Wanderweg mit insgesamt 15 Holzfiguren bzw. Balance- und Kletterstationen, für jedes Kapitel eine, Stück für Stück nachgezeichnet und erlebbar gemacht. Am Startpunkt hängt eine Übersichtskarte, auf der die verschiedenen Stationen zu sehen sind und das Märchen kurz nacherzählt wird.

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IMG_34873,2 km lang geht es so durch einen wunderbar dichten Mischwald, mit kleinen Lichtungen und verwunschenen Teichen. Und: Wie Sie hören, hören Sie nichts. Zumindest kein Gemecker von fußmüden Kindern. Kein „Wie lange noch?“, kein „Ich kann nicht mehr!“ und vor allem kein „Mir ist langweilig.“ Kein Wunder, denn auf dem Märchenwanderweg fühlt sich der Waldspaziergang wie eine Schnitzeljagd an. Alle schauen aufmerksam suchend umher und wollen die ersten sein, die rufen: „Ich habe es gefunden.“ Zum Beispiel die Schlange, das Eichhörnchen, den Fliegenpilz oder eine der Wackelbrücken. Auch für Erwachsene hat es etwas Märchenhaftes, wenn dann mitten im Wald ein kleines Einhorn zwischen den Blättern hervorlugt.

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IMG_3493Am Ende des Weges wartet der Zauberkessel mit dem neuen Zauberstab. Mission erfüllt!

Jetzt ist doch etwas Erholung nötig, die es direkt nebenan im besonders netten Hofcafé im Lohofer Speicher gibt. Drinnen ist es klein und gemütlich, draußen auf der Terrasse herrlich luftig – und der selbst gebackene Kuchen schmeckt einfach köstlich.

Das Buch „Der Trickser“ gibt es in ausgewählten Buchhandlungen in der Nähe, wo genau, lest Ihr hier.

 

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